Claus Obermeier

 

Amphibienschutz

Alle einheimischen Arten sind besonders oder streng geschützt.

Amphibienzäune an Straßen

Der Aufbau von Amphibienzäunen an Straßen bzw. das Absammeln der wandernden Amphibien gehört zu den ältesten und am weiten verbreiteten Naturschutzaktivitäten. Mittlerweile werden besonders kritische Strassen dauerhaft durch bauliche Massnahmen (Amphibientunnel etc.) entschärft.

Weitere Infos zum Bayerischen Amphibienschutzprogramm an Landesstrassen: http://www.stmi.bayern.de/med/aktuell/archiv/2015/150601amphibienschutzprogramm/

Straßengullys als Amphibienfallen

Auf Straßen gelangte Amphibien wandern am Straßenbordstein entlang, werden also regelrecht von diesem in die Gullys gelenkt. Amphibien lassen sich im Sommerlebensraum auch von relativ flachen Bordsteinen leiten, die sie aufgrund ihrer Körpergröße bzw. ihres Sprung- und Klettervermögens eigentlich problemlos überwinden könnten. Innerhalb des Sommerlebensraums üben Gullys aufgrund ihrer Feuchtigkeit insbesondere in den heißen Monaten eine magnetische Anziehungskraft auf Amphibien aus. Die Tiere suchen die Gullys dann bewußt auf. Egal aus welchen Gründen die Tiere letztendlich in die Gullys geraten - sie verenden in den unter den Gullyrosten hängenden Schlammeimern, in der Kanalisation oder Kläranlage.

Weitere Infos (Fallenwirkung und Entschärfung der Straßenentwässerung in Amphibienlebensräumen): http://fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/50048/pasm1.pdf?command=downloadContent&filename=pasm1.pdf

 

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Stand Änderung Bayerisches Naturschutzgesetz (Volksbegehren): 1. Lesung angekündigt für 8.Mai